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Staub zu Staub – oder lieber Asche im Wald?

  • Angela Büchel
  • vor 7 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Was passiert mit unserem Körper nach dem Tod und warum lohnt es sich, darüber zu sprechen? Viele Menschen verdrängen den Gedanken an den eigenen Tod. Doch wer sich rechtzeitig damit beschäftigt, kann selbstbestimmt entscheiden und Angehörige entlasten. Eine zentrale Frage dabei lautet: Was geschieht eigentlich mit meinem Körper nach dem Tod?


Vom Tod bis zur Bestattung Wenn ein Mensch verstirbt, stellt ein Arzt den Tod fest und erstellt den Totenschein. Danach holt das Bestattungsunternehmen den Leichnam ab, meist innerhalb weniger Stunden, ob zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim. Eine Aufbahrung ist möglich jedoch nicht zwingend. Oft erfolgt sie in sogenannten Aufbahrungshallen, in manchen Fällen auch zu Hause. Vor einer Aufbahrung wird der Körper gewaschen, angekleidet und auf Wunsch vorbereitet, sodass die An- und Zugehörigen in Ruhe ein letztes „Auf Wiedersehen“ sagen können.

Erdbestattung - die «klassische» Form Bei der Erdbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg auf einem Friedhof beigesetzt, da in der Schweiz in diesem Fall die sogenannte Friedhofspflicht gilt. Der Körper verwest über viele Jahre im Boden und wird so Teil des natürlichen Kreislaufs. Ein Grab bietet einen persönlichen Ort des Gedenkens und kann individuell gestaltet und gepflegt werden. Die Ruhezeit hängt von der Grabart und den kantonalen Vorschriften ab: Gräber bestehen in der Schweiz während mindestens 20 Jahre. Nach Ablauf der Ruhezeit kann das Grab aufgelöst werden und oft ist auch eine Verlängerung möglich.

Kremation – die Feuerbestattung Immer mehr Menschen in der Schweiz entscheiden sich für eine Feuerbestattung. Nachdem die Angehörigen Abschied genommen haben wird der Leichnam in einem Krematorium eingeäschert. Nach der Kremation wird die Asche in eine Urne gefüllt, die auf verschiedene Weise beigesetzt werden kann (Urnen- oder Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof, Urnenwand, Waldfriedhof, See- oder Flussbestattung…). In der Schweiz, anders als im nahen Ausland, darf die Urne auch mit nach Hause genommen werden.

Alternative Bestattungsformen Nebst der Erd- und Feuerbestattung gibt es inzwischen viele aussergewöhnliche Möglichkeiten, von Beisetzungen im eigenen Garten bis hin zu ganz individuellen Ideen.

Fazit: Wer Bescheid weiss, kann loslassen Sich mit dem eigenen Tod zu beschäftigen ist ein Akt der Selbstbestimmung. Wer weiss, was mit seinem Körper geschehen soll, kann bewusster leben und Angehörige entlasten. Auf dem Goldenen Sofa kann jede Frage gestellt und jeder Gedanke geteilt werden, wir hören aktiv und aufmerksam zu. Für die genauen Vorschriften und Möglichkeiten beraten wir dich gerne. Wir zeigen dir gerne, welche Variante am besten zu dir und deinen Vorstellungen passt. Jeder Mensch darf seinen eigenen Zugang zu Vergänglichkeit und Erinnerung finden.

Wer über das Ende spricht, lernt das Leben noch mehr zu schätzen.

1 Kommentar

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Andrea Hamidi
Andrea Hamidi
vor 7 Tagen
Mit 5 von 5 Sternen bewertet.

Danke für die treffend sachliche und doch einfühlsame Beschreibung.

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