Ich habe mir abgewöhnt, die Ferien als erstes zu planen…!
- Samuel Stucki

- 13. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Jan.

Die neue Agenda liegt vor mir. Ein Geschenk meiner Töchter. Wunderschön, diese weissen Seiten. Ich blättere gedankenversessen und nehme wahr, wie alle diese Tage wie ein Versprechen vor mir liegen. Das Versprechen, 365 Mal einen Tag zu erhalten, den ich füllen darf. Sie liegen vor mir, weiss und unberührt, wie das neu verschneite Schneefeld im morgendlichen Sonnenlicht.
Dieses Durchblättern wird mir wie zur Andacht; zur Bitte, zum Dank, diese Tage mit meinem Leben füllen zu dürfen. Mit meiner Liebe, meiner Arbeit, meiner Pflicht.
Mit meiner Stille, meinem Spiel. Meiner Zärtlichkeit, meiner Sehnsucht. Diese noch weissen Tage, sie werden so Stunde für Stunde zu einem Teil von mir, die ich liebend-schöpferisch gestalten kann.
Ich beginne meine Jahresplanung nie mit dem Eintragen der ersten Sitzungen und Termine. Ich beginne nie als erstes die Ferien zu planen.
Als erstes trage ich die Geburtslage ein von Menschen, die mir lieb sind. Dabei trage ich nicht nur das Datum ein, sondern spare mir gleich auch noch etwas Zeit aus, um den Menschen sehen zu können. Heute sagen wir dem ja passend: Zeit-Fenster. Ich plane also als erstes Geburtstagszeitfenster meiner Lieblingsmenschen.
Als zweites trage ich die Wendetage der Sonne ein:
- Tag-und Nachgleiche im Frühling
- Längster Tag
- Tag- und Nachtgleiche im Herbst
- Längste Nacht
Diese vier Tage/Nächte geben meinem Jahr die Struktur von innen. Sie weisen mich darauf hin, dass auch mein Leben eine Struktur hat, einen Rhythmus. Vier grössere Zeitfenster, die mir mein Eingebundensein in die Schöpfung bewusst machen.
Da ich in den Vollmondnächten gerne draussen in der Natur verbringe, trage ich mir als Drittes die Vollmonde ein. Alle 28 Tage das Bewusstwerden: es ist alles ein Geschenk, welches wir lichtvoll weitergeben dürfen. So wie der Mond das geschenkte Sonnenlicht als mildes Nachlicht auf die Erde verströmen lässt.
Auch das Jahr 2026 schliesslich wird gezählt nach der Geburt Jesu Christi. Sein Leben und seine Wirkung werden wir auch in diesem Jahr feiern. Diese Feste sind bei mir jedoch so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich diese gar nicht erst planen muss.
So bereite ich das Jahr äusserlich vor. Und Sie sehen: falls jetzt auf den verbliebenen weissen Seiten doch noch irgendwo etwas Platz übrigbleiben sollte, dann kann ich nun noch andere Termine eintragen. Diese sind ja jetzt gut eingebettet in eine Ordnung, die trägt, auch über die Tage hinaus.
Das Goldene Sofa: Ein Ort wo Menschen getragen werden, erzählen können von weltlichen Plänen, neuen Gedanken und ewigen Wahrheiten.




Dein Name:Samuel Stucki?! Diesen Code des goldenen Sofas muss ich mir sichern. Da steckt sicher Gutes dahinter! Ich sehe dieses Fenster im Anzeiger erstmals. Machte mich der Titel neugierig? Der Text für die Kalendereinträge lässt mich hinterfragen! In meiner Agenda stehen schon so viele schöne Sachen und Verpflichtungen. Ich habe in meiner"Handagenda" eine neue Seite eingerichtet. Bei den Adressblättern hinten schreibe ich auf, wer einen handgeschriebenen Brief mit schönen Marken bekommen hat. Bald habe ich die Weihnachtspost "abgetragen"!Jeder Brief ist ein Unikat. Es macht enorm Freude. Ich fände es so schade, wenn das Briefeschreiben verloren geht. Beim Schreiben werde ich so kreativ und gehe beim Empfänger wie auf Besuch! Liebe Grüsse von Rita Hug, jene vom Hospiz mit dem Stei…