Wo Tod ist, beginnt Sein – Ostern als innerer Neubeginn
- Sabine Stotzer
- vor 13 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Ostern und der Frühling öffnen jedes Jahr einen stillen Raum des Übergangs. Während die Natur sich erneuert, liegt auch im Menschen eine feine Bewegung von Wandlung.
Es ist die Zeit, in der das Verborgene langsam sichtbar wird. Die Natur macht es vor mit ihrem ersten Grün, das sich durch die Erde schiebt, fast so wie ein Gedanke, der plötzlich Klarheit findet.
Traditionen wie das Eierfärben tragen in sich eine tiefe Symbolik. Das Ei steht seit jeher für Ursprung, Potenzial und neues Leben. Wenn Du ein Ei in Farbe tauchst, wird aus etwas Schlichtem etwas Einzigartiges, sinnbildlich für Wandlung die vielleicht auch in Dir geschieht. Nicht erzwungen, sondern durch Hingabe und Zeit. Die Farben erinnern daran, dass Entwicklung nicht nur funktional ist, sondern auch Ausdruck und Lebendigkeit braucht.
Auch das Suchen der Ostereier hat eine eigene Qualität. Was versteckt ist, will gefunden werden; im Aussen wie im Innern. Vielleicht sind es kleine Freuden, vielleicht Erkenntnisse, vielleicht auch Anteile von Dir, die lange im Verborgenen lagen. Das Suchen wird so zu einer achtsamen Bewegung: aufmerksam sein, innehalten, wahrnehmen. Und manchmal auch staunen über das, was plötzlich da ist.
Das goldene Sofa wird in dieser Zeit zu einem inneren Anker. Ein Ort, an dem Du all diese Eindrücke sammeln darfst. Hier darfst Du Dich hinsetzen, ohne Rolle, ohne Erwartung. Einfach da sein. Spüren, was sich verändert, ohne es sofort benennen zu müssen. In dieser Stille oder vielleicht sogar in einem Gespräch entfaltet sich oft mehr, als im ständigen Tun.
Ostern erinnert auch an eine tiefere Wahrheit: Dort, wo etwas endet, beginnt gleichzeitig etwas Neues. Wo Tod ist, ist auch Sein. Dieses Paradox zeigt sich überall in der Natur und auch in Dir. Loslassen und Werden gehören zusammen, auch wenn sie sich manchmal widersprüchlich anfühlen. Gerade darin liegt eine stille Kraft, die trägt, ohne sich aufzudrängen.
Vielleicht nimmst Du Dir in diesen Tagen bewusst einen Moment für Dich. Setz Dich auf Dein eigenes „goldenes Sofa“, halte inne und spüre hin: Was darf gehen und was möchte neu entstehen? Wenn Du magst, begleiten wir Dich ein Stück auf diesem Weg.




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