Dem Teufel vom Karren gefallen, trotzdem da
- Sabine Stotzer
- vor 6 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Die Therapien sind vorbei. Die Werte sind gut. Der Krebs ist besiegt. Und doch bleibt die Frage: Wie lebt man weiter, wenn man «dem Teufel vom Karren gefallen» ist?
Ein merkwürdiges Sprichwort eigentlich, findest du nicht? Dem Teufel ab dem Karren fallen – das klingt so rau, so düster. Man könnte ja auch sagen: dem Engel vom Schlitten gefallen. Aber vielleicht trifft es das andere besser. Denn wer dem Teufel vom Karren fällt, war verdammt nah dran. Hat den Abgrund gesehen, die Dunkelheit gespürt und ist doch irgendwie wieder herausgekommen. Zurück im Leben, aber dieses neue Leben fühlt sich jetzt anders an.
Während der Krankheit war alles klar: kämpfen, hoffen, durchhalten. Jeder Tag hatte ein Ziel, das vom Überleben. Doch, wenn der Körper gesund ist und die Seele noch hinterherhinkt, beginnt eine andere Art von Reise. Das alte Leben passt nicht mehr richtig, das neue ist noch unklar. Manche nennen das eine zweite Chance, andere einfach Verwirrung mit Aussicht.
Vielleicht spürst du, dass du jemanden brauchst, der dich auf diesem Weg begleitet. Jemanden, der nicht drängt, sondern zuhört. Der versteht, dass Heilung Zeit braucht und dass das Wieder-ins-Leben-Finden kein gerader Weg ist.
Genau dafür gibt es Das Goldene Sofa. Ein Ort, an dem gesprochen werden darf: über das Leben, den Tod und das Dazwischen. Über das, was bleibt, wenn der Sturm sich gelegt hat. Über die Fragen, die man sich vielleicht nicht in der Reha stellt: Wer bin ich jetzt? Was mache ich mit dieser zweiten Chance?
Das Goldene Sofa ist kein Ort für schnelle Lösungen. Sondern ein Raum, in dem du einfach da sein darfst, mit all dem, was nachklingt. Mit der Dankbarkeit. Mit der Müdigkeit. Mit der Sehnsucht, wieder ganz lebendig zu sein.
Denn zurück ins Leben zu finden, heisst nicht, wieder zu werden, wer man war.
Es heisst, neu zu entdecken, wer man jetzt ist.




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