Rückblick - Weniger Lärm. Mehr Du.
Zwischen digitaler Reizüberflutung und echter Verbundenheit
Ein Abend mit Anna Miller über Selbstbestimmung, Nähe und die Frage, was Menschsein heute bedeutet
Wie gelingt ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben in einer Welt, die zunehmend von digitalen Technologien geprägt ist? Und was geschieht mit unserer Beziehung zu uns selbst und zu anderen, wenn künstliche Intelligenz immer stärker Teil unseres Alltags wird?
Diesen Fragen widmete sich ein besonderer Abend mit Anna Miller, Autorin, Speakerin und Gründerin von Project Happy. Im Zentrum standen dabei nicht einfache Antworten, sondern die Einladung, innezuhalten, die eigene Lebensrealität zu betrachten und sich mit den Fragen auseinanderzusetzen, die uns als Menschen beschäftigen. Anna Miller verbindet in ihrer Arbeit Erkenntnisse aus Psychologie, gesellschaftlichen Entwicklungen und digitaler Lebensrealität. Dabei richtet sie den Blick auf eine zentrale Frage: Wie können wir trotz dieser permanenten digitalen Reize mit uns selbst und mit anderen verbunden bleiben? Was brauchen wir wirklich?
Im Verlauf des Abends wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Digitalisierung weit über die Frage nach Bildschirmzeit oder Smartphone-Nutzung hinausgeht. Sie berührt grundlegende Fragen unseres Lebens. Eine besonders spannende Frage aus der Fragerunde führte noch weiter: Was bedeuten Tod und Sein in einem veränderten Kontext mit künstlicher Intelligenz? Vom Zuhören zum gemeinsamen Nachdenken
Nach der Lesung entstand in der moderierten Fragerunde Raum für persönliche Fragen und Erfahrungen. Der Austausch machte deutlich, dass Digitalisierung nicht für alle Menschen dasselbe bedeutet. Die einen erleben sie als Entlastung und Erweiterung ihrer Möglichkeiten, andere als Quelle von Druck, Ablenkung oder Überforderung. Torte, Kaffee und echte Gespräche
Nach dem offiziellen Programm verlagerte sich der Abend in eine bewusst ungezwungenere Atmosphäre. Bei Kaffee und Torte blieb Zeit für persönliche Gespräche, Begegnungen und weiteren Austausch. Vielleicht führt uns die Frage nach dem Menschsein im Zeitalter der künstlichen Intelligenz letztlich zu einer viel älteren Frage zurück: Was bedeutet es, zu sein – wenn unser Leben gerade durch seine Endlichkeit Bedeutung erhält und Bewusstsein, Verbundenheit und Liebe nicht darin bestehen, ewig zu bestehen, sondern darin, für einen begrenzten Augenblick wirklich gegenwärtig zu sein?





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