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Rückblick: Auf den Spuren von Tod und Sein in der Vorstadt von Solothurn

  • Sabine Stotzer
  • vor 19 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Letzten Samstag führte uns Rolf Weber auf einen besonderen Stadtrundgang durch die Vorstadt von Solothurn. Abseits der bekannten Wege entdeckten wir Erinnerungsorte, historische Schauplätze und Orte, die auf ganz unterschiedliche Weise mit Leben, Sterben und Tod verbunden sind.


Dabei gab es viel Neues zu erfahren. Besonders eindrücklich war der Blick auf die Geschichte der Vorstadt als Ort, an dem der Tod ganz selbstverständlich zum Alltag gehörte. Dort, wo heute das Goldene Sofa steht und Menschen zusammenkommen, fanden früher schon der Tod und das Sein ihren Platz. Zum Beispiel das alte Spital machte deutlich, dass Krankheit, Sterben und Abschied zur Vorstadt gehörten – ausserhalb der Stadtmauern, während innerhalb der Stadt die «Von und Zus» lebten.


Weitere Stationen führten uns zur Spitalkirche zum Heiligen Geist, zum Gemeinschaftsgrab der Spitalschwestern und zur Geschichte von Urs und Viktor. Auch ein bei den Bauarbeiten für das Vorstadt-Parkhaus gefundener Toter machte deutlich, wie viele Geschichten in den Mauern und unter den Strassen der Stadt verborgen liegen.


Die Führung verband historische Fakten mit theologischen und persönlichen Fragen. Sie lud dazu ein, vertraute Orte mit anderen Augen zu sehen und darüber nachzudenken, was bleibt, wenn Menschen gehen.


Zum Abschluss kamen wir bei einer wärmenden Kürbissuppe zusammen. Passend zum beginnenden Herbst bot sich Gelegenheit, die Eindrücke des Rundgangs nachklingen zu lassen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Nachmittag gemütlich ausklingen zu lassen.

Ein spannender Nachmittag mit vielen neuen Einblicken, überraschenden Geschichten und anregenden Begegnungen.


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