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Rückblick - Ein Nachmittag voller Erinnerungen, Begegnungen und leiser Momente

Sabine Stotzer
7. Sept.
2 Min. Lesezeit

Es gibt Nachmittage, die bleiben. Nicht, weil etwas Spektakuläres passiert ist, sondern weil sie Raum schaffen für das, was im Alltag oft keinen Platz findet: für Erinnerungen, Gefühle, Begegnungen und persönliche Geschichten.

Unser Workshop rund um das Erinnerungsbuch war genau so ein Nachmittag.

Im Mittelpunkt stand ein ganz persönliches Buch – ein Ort, an dem Gedanken, Gefühle und kostbare Erinnerungen ihren Platz finden dürfen. Mit Worten, Bildern und Farben entstanden erste Seiten, ganz individuell und im eigenen Tempo.

Dabei ging es nicht darum, etwas Perfektes oder besonders Schönes zu gestalten. Es ging vielmehr darum, sich auf den eigenen Erinnerungsweg einzulassen. Trauer ist nicht planbar, nicht ordentlich und für jeden Menschen anders. Umso wichtiger war es, dass jede und jeder den eigenen Weg gehen durfte – ohne Druck, ohne Erwartungen und ohne den Anspruch, kreativ sein zu müssen.


Erinnerungen bekommen einen Platz

Mit viel Ruhe und Feingefühl wurden die Teilnehmenden durch die ersten Schritte begleitet. Manche Gedanken fanden ihren Weg aufs Papier, andere vielleicht zunächst nur in die eigenen Gedanken. Bilder und Farben konnten Erinnerungen sichtbar machen und persönliche Geschichten erzählen, für die es manchmal gar nicht viele Worte braucht.

So wurde aus einem zunächst leeren Buch Seite für Seite ein ganz persönlicher Erinnerungsraum.

Ein Raum für das, was war. Für den Menschen, der fehlt. Für gemeinsame Momente. Für Gefühle, die da sein dürfen. Und auch für das eigene Leben, das trotz allem weitergeht.


Ein Nachmittag in eigener Zeit

Was diesen Workshop besonders gemacht hat, war die Freiheit, nichts zu müssen. Jede Person durfte sich so viel Zeit nehmen, wie sie brauchte, und selbst entscheiden, was entstehen durfte.

Das Erinnerungsbuch ist deshalb nicht einfach ein gestaltetes Buch. Es kann zu einem stillen Begleiter werden – zu einem Ort, an den man zurückkehren kann, wenn Erinnerungen lebendig werden, wenn man jemanden vermisst oder wenn man sich bewusst mit dem eigenen Weg auseinandersetzen möchte.

Vielleicht ist genau darin seine besondere Kraft: Erinnerungen dürfen bleiben, Gefühle dürfen ihren Platz haben und gleichzeitig darf das eigene Leben weitergehen.

Wir blicken dankbar auf einen besonderen Nachmittag zurück – auf viele persönliche Momente, auf kreative Prozesse, auf offene Gespräche und auf die wertvollen Begegnungen, die diesen Workshop geprägt haben.

Ein Nachmittag ganz ohne Zwang und Muss, dafür mit viel Musse, Offenheit und Raum für das, was gerade da war.



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